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Wieviel Regulierung benötigt ein reformiertes europäisches Finanzsystem?


Die letzten Jahre waren geprägt von stabilem Wirtschaftswachstum, niedrigen Zinssätzen und steigenden Rohstoff- sowie Immobilienpreisen. Dies führte zu einer unkontrollierten Jagd nach hohen Renditen, die von einer Sorglosigkeit bezüglich der Risiken begleitet wurde. Ein fehlleitendes Anreizsystem der Banken unterstützte eine “Nach-mir-die- Sintflut” Mentalität.

 

Unterregulierung, Intransparenz der Märkte und komplexe Finanzprodukte führten zum Platzen der Immobilien-Blase. In Folge dessen gerieten bedeutende Finanzinstitute in Zahlungsschwierigkeiten und konnten Kreditlinien nicht mehr bedienen. Dies erschütterte nachhaltig die Vertrauensbasis der Banken untereinander, was zu einem Austrocknen des Geldmarkts führte. Refinanzierung war häufig nur noch mit staatlicher Hilfe möglich.

Dennoch waren konjunkturelle Auswirkungen auf die Realwirtschaft unvermeidbar. Zunehmende Unsicherheit der Marktteilnehmer schränkte den Konsum und die Neuinvestitionen ein. Mittlerweile befinden wir uns in einer tiefen Rezession, die versucht wird mit Konjunkturpaketen einzudämmen. Die Europäische Union steht vor großen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen.


Wie kann sie diesen gerecht werden?